Barrierefrei Vorträge anschauen: Public Viewing leicht gemacht
Das Angebot
Das BhW NÖ setzt regelmäßig online Bildungsangebote. Zum einen gibt es die Weiterbildungsreihe „Jetzt kenn im mi aus“: Da geht es um den Umgang mit Tablet und Smartphone, diversen Programmen und Apps.
Zum anderen gibt es im Frühling und Herbst die Wissens.Tour online. Diese greifen das Jahresthema auf und je sechs Vortragende sprechen zu gesellschaftlich relevanten Themen.
Diese Vorträge kann man sich mittels PC, Tablet oder Smartphone ansehen – und zum Teil auch nachsehen, falls man nicht live dabei sein kann. Dazu muss man sich über die BhW Website anmelden, dann bekommt man den Link per Mail zugeschickt.
Das Problem
Was tun, wenn man kein Tablet oder Smartphone besitzt? Oder keine Mailadresse hat?
Auch wenn die Digitalisierung permanent fortschreitet, für viele Menschen ist es nicht selbstverständlich, ein „digital device“ oder eine Mailadresse zu besitzen. Um diese nicht auszugrenzen, gibt es eine schöne Idee:
Die Lösung
Das BHW Bad Großpertholz hat vorgezeigt, wie es geht. Die Vorträge der „Jetzt kenn im mi aus“-Reihe wurden einfach live im Gemeindeamt übertragen: ein Laptop, Internetzugang, ein Beamer und ein Raum mit Leinwand: schon ist Bildung ein öffentliches Ereignis – wer kommt ist da, fertig!
Im Anschluss an das gemeinsame Online-Erlebnis bietet es sich an, den Dialog fortzuführen: In einer moderierten Austauschrunde – vor Ort oder virtuell – können Eindrücke und zentrale Aussagen des Gezeigten reflektiert werden. So lassen sich konkrete Bezüge zur eigenen Gemeinde, zu aktuellen Herausforderungen der jeweiligen Zielgruppe oder zur zukünftigen Bildungsarbeit des BHW herstellen: Gibt es Bedarf, eine vertiefende Bildungsveranstaltung zum Thema anzubieten? Wir unterstützen gern, bei der Suche nach Referentinnen oder Referenten.
Durch Methoden wie Kleingruppengespräche, Blitzlichtrunden oder eine digitale Umfrage kann zudem ermittelt werden, welche Themen vertieft werden sollten. Diese Nachbereitung fördert nicht nur den persönlichen Erkenntnisgewinn, sondern stärkt auch die Vernetzung und das gemeinsame Gestalten von Bildungsprozessen in der Gemeinde. So kann auch herausgefunden werden, ob es in der Gemeinde Expertinnen oder Experten zu diesem Thema gibt, die sich eventuell in die Bildungsarbeit einbringen wollen und ein eigenes Angebot einbringen wollen.
So einfach kann Inklusion und soziale Nachhaltigkeit gehen – wir freuen uns über diese schöne Idee und hoffen es gibt viele, die diese nachahmen.



