Springe direkt zu:

Drucklogo Bildungs- und Heimatwerk NÖ
Banner Bildungs- und Heimatwerk NÖ: Wir fördern Lernkultur - Lebensnah - Lokal - Landesweit - Leidenschaftlich

Brotkrümelnavigation:

Gesetzliche Grundlagen

Hauptinhalt:

Den Gesetzes-Dschungel zu durchschauen, ist nicht immer einfach. Die Kompetenzstelle am BhW Niederösterreich hilft Ihnen, diese möglichst einfach und klar verständlich zu erklären. Wichtig ist für Sie zu wissen, dass die Barrierefreiheit gesetzlich verankert ist. Gemeinden oder öffentliche Einrichtung sind dazu verpflichtet Ihren Web-Auftritt und Ihre Dokumente barrierefrei zur Verfügung zu stellen, damit jeder Bürger und jede Bürgerin Zugang zu Ihren wichtigen Informationen haben.

Da blinde Personen einen Screenreader nutzen, sind wesentliche Aspekte für Ihren Web-Auftritt beispielsweise, dass die Inhalte maschinenlesbar und leicht verständlich aufbereitet sind. Davon sind übrigens nicht nur Screenreader abhängig, sondern auch Google, Alexa und Co. greifen auf maschinenlesbare Informationen zurück und können somit relevante Inhalte sofort erkennen.

Abgesehen von der internationalen Konvention, die UN-Behindertenrechtskonvention, die Österreich bereits 2008 unterzeichnet hat, wurden diese Forderungen in ein nationales Gesetz, dem Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz und dem Bundes-Behinderteneinstellungsgesetz verankert.

Zweck dieser Konvention und der Gesetze ist die volle Teilhabe in allen Lebensbereichen für Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten. Das ist ein barrierefreier Zugang zur physischen Umwelt, zu Transportmitteln, Informationen und zur Kommunikation, einschließlich Kommunikationstechnologien und -systeme. Der barrierefreie Zugang zum Internet ist hier eingeschlossen.

 

Das Web-Zugänglichkeitsgesetz

Dieses Gesetz beschreibt den barrierefreien Zugang für Websites und mobile Anwendungen, also Apps, und ist ein Bundesgesetz.

Folgende Institutionen müssen die Forderung des Gesetzes einhalten:

  • Einrichtungen, die dem Bund zuordenbar sind, sowie die des Landes, der Gemeinden oder der Gemeindeverbände.
  • Einrichtungen, die der Daseinsvorsorge bzw. die im Interesse des Gemeinwohls dienen (z.B. Spitäler, Altenheime etc.).
  • Einrichtungen, die zumindest teilrechtsfähig sind (z.B. Patentamt, Versuchs- und Forschungsanstalten etc.).
  • Einrichtungen, die überwiegend vom Bund finanziert werden.

 

Welche Anforderungen hat dieses Gesetz?

Webseiten und mobile Anwendungen müssen die international gültigen WCAG-Richtlinien erfüllen. Das sind Standards für die Programmierung und das Webdesign, nach denen vorgegangen werden sollen. Die Richtlinien sind nach vier Prinzipien aufgebaut: Eine Webseite soll wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust aufbereitet sein.

 

WCAG-Richtlinien

In dieser Richtlinie wird festgelegt, wie eine Website programmiert werden soll. Hier werden Dinge beschrieben, wie zum Beispiel: Textgestaltung, Alternativen zu Bildern, Videos/Audios, Grafik/Design und der Technik.

Diese WCAG-Richtlinien beinhalten Erfolgskriterien, die eine barrierefreie Website gewährleisten. Drei Stufen der Konformität sind angegeben: Staufe A (minimal), AA und AAA (höchste). Gesetzlich gefordert ist mindestens die Stufe AA. Wenn Sie sich an diese Stufe halten, können Sie sichergehen, dass ihre Website und die mobilen Anwendungen barrierefrei bedienbar sind.

Möchten Sie sich detaillierter über dieses Thema informieren? Dann bestellen Sie jetzt die Broschüre Digitale Barrierefreiheit. Hier können Sie detaillierter nachlesen, worauf Sie bei Ihrem Web Auftritt achten müssen. Eine Checkliste hilft Ihnen dabei, die wichtigsten Aspekte auf einen Blick zu finden. 

 

NÖ Antidiskriminierungsgesetz

Dieses Landesgesetz schützt vor Diskriminierung aufgrund von ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter und sexuelle Orientierung. Ein Diskriminierungsverbot gilt für Organe des Landes NÖ, den Gemeinden, Gemeindeverbände und bei Angelegenheiten, die Landessache sind. Des Weiteren gilt sie für natürliche und juristische Personen, die aufgrund von NÖ Landesgesetzen Tätigkeiten verfolgen.

Dieses Gesetz schützt vor Diskriminierung in folgenden Bereichen:

  • Selbstständige Erwerbstätigkeit
  • Berufsberatung oder -ausbildung, berufliche Weiterbildung oder Umschulung inklusive praktischer Berufserfahrung
  • Mitgliedschaft einer Arbeitnehmer- oder Arbeiterorganisation
  • Sozialschutz
  • Soziale Vergünstigung
  • Bildung
  • Zugang zu und Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen im öffentlichen Bereich inklusive Wohnraum

Wohin kann ich mich wenden, wenn ich diskriminiert wurde?

Die NÖ Antidiskriminierungsstelle informiert und unterstützt, hilft bei Schlichtungsverfahren und agiert unabhängig.

Social Media Teilen-Buttons

Kultur Niederösterreich