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UN-Behindertenrechtskonvention: Selbstbestimmt Leben und Inklusion in der Gemeinschaft

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Artikel 19: Selbstbestimmt Leben und Inklusion in der Gemeinschaft

Stellen Sie sich vor, Sie stehen vor einem Eissalon und die Verkäuferin gibt Ihnen eine Tüte mit einer Kugel Himbeereeis und einer Kugel Zitroneneis. Doch eigentlich mögen Sie Zitroneneis überhaupt nicht und Sie haben sich schon sehr auf ein Schokoladeneis gefreut. Die Eisverkäuferin hat ohne zu Fragen für Sie entschieden und damit über Sie bestimmt. Menschen mit Behinderung geht es leider immer wieder so - nicht nur in banalen Angelegenheiten wie beim Aussuchen einer Eissorte. Bei der Wahl des eigenen Wohnorts ist dies besonders schwerwiegend, geht es doch um eine sehr persönliche Entscheidung, die jeder Mensch selbst treffen sollte.

Privatsphäre und eine Rückzugsmöglichkeit bieten Raum für persönliche Entfaltung. Leider können Menschen mit Behinderung nicht immer eigenständig zwischen den verschiedenen Wohnangeboten wählen oder ihre WG-Kolleg/innen aussuchen. Auch ist es nicht immer möglich in einer Gemeinde selbstbestimmt zu wohnen. Oft fehlt es an finanziellen Mitteln, einer Assistenzbegleitung oder an Barrierefreiheit. Isolation oder ein nicht gewünschter Umzug sind die Folge.

3 Punkte für mehr Selbstbestimmtheit und Inklusion

Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention setzt hier an. Es wurden drei konkrete Punkte ausgearbeitet, die zu einem selbstbestimmten Leben und einer inklusiven Gemeinschaft beitragen sollen. Die unterzeichnenden Vertragsstaaten müssen Folgendes gewährleisten:

  1. Menschen mit Behinderung können selbst wählen, wie und mit wem sie wohnen wollen. Sie sind zum Beispiel nicht verpflichtet in einem Wohnheim zu leben.

  2. Menschen mit Behinderung haben Zugang zu Unterstützungsdiensten, wie zum Beispiel zur persönlichen Assistenz. Wenn eine Person in einer Einrichtung oder zu Hause leben möchte, ist dies zu gewährleisten und eine Isolation zu verhindern.

  3. Gemeindenahe Dienstleistungen und Einrichtungen können auch von Menschen mit Behinderung genutzt werden.

Das BhW Niederösterreich unterstützt die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Leider gibt es hier noch sehr viel zu tun. Aber wir machen weiter!

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