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Schweizer Accessibility-Studie

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Durch die fortschreitende Digitalisierung ist das Einkaufen im World Wide Web immer beliebter. Innerhalb kürzester Zeit wuchs die Zahl der Onlinebestellungen stark an. Deshalb ist es umso wichtiger, Menschen mit Behinderungen nicht auszuschließen und ihnen einen gleichberechtigten Zugang zu gewährleisten.

„Zugang für alle“, das Kompetenzzentrum für barrierefreie Technologie in der Schweiz, nahm sich dieses Themas an und testete von Jänner bis März 2020 41 Onlineshops, die sich in öffentlicher und bundesnaher Hand befinden. Auch bekannte, umsatzstarke private Betriebe wurden stichprobenartig untersucht.

Ein standardisierter Testkauf mit dem für den Shop typischen Artikel wurde durchgeführt. Diese Prüfung basiert auf den internationalen WCAG-Richtlinien.

Ergebnisse der Studie

Etwa 24% der geprüften Online-Shops sind gut bis sehr gut bedienbar. 41% der Shops sind in Teilen bedienbar, in Einzelfällen sind die Hürden so unüberwindbar, dass die Shops nicht nutzbar sind. Leider müssen etwa 34% als nicht zugänglich bezeichnet werden.

Dabei zeigten sich in folgenden Bereichen besondere Hindernisse: Zu wenig Kontrast zwischen Schriftart und Hintergrund spielen hier eine bedeutende Rolle für sehbeeinträchtigte Nutzer*innen. Bei Produktvideos, die gerne von Herstellern verwendet werden, fehlen meist Untertitel. Dadurch werden gehörlose Menschen ausgeschlossen. Die Tastaturbedienbarkeit ist besonders wichtig für Personen mit motorischen Einschränkungen. Das können zum Beispiel Nutzer*innen mit Muskelzucken sein, denen dann die Bedienung einer gewöhnlichen Maus besonders schwerfällt.

Menschen mit kognitiven Einschränkungen brauchen eine einfache Sprache und Struktur, damit sie den Inhalt gut aufnehmen können. 

Conclusio?

Es besteht Handlungsbedarf. Barrierefreiheit muss auch im World Wide Web bestehen. Gerade für Menschen mit Behinderung bedeutet Online-Shopping eine erhebliche Erleichterung – denken wir zum Beispiel an eine/n Rollstuhlfahrer/in, die/der sich seine/ihre Einkäufe nach Hause bringen lassen kann. Diese Möglichkeiten sind äußerst wichtig.

Aus der Studie geht auch deutlich hervor, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht. Zusammenfassend kann man folgende Punkte erwähnen: Fehlende Hilfestellung bei Interaktionen, Untertitel und Alternativtexte fehlen und die Tastaturbedienbarkeit ist mangelhaft.

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