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Regionalkultur ist Zukunft

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In 13 Wortpaarungen streicht die neue Deklaration zur Bedeutung der Regionalkultur die Rolle der regionalen Kulturarbeit für die Gesellschaft hervor. Neu deshalb, weil die Lehren aus der Corona-Pandemie und viele Impulse von Ehrenamtlichen eingearbeitet wurden. Neben Nähe, Gemeinschaft, Engagement, Kreativität u. v. m. steht die Regionalkultur für Lebensqualität, Natur, Stabilität bis hin zu Verantwortung und Perspektive. „Regionalkultur bildet die soziale Verbindung in den Regionen, steht für Werte und stellt den Menschen mit allen Talenten und Sehnsüchten in den Mittelpunkt. Die Corona-Zeit hat deutlich gezeigt, dass Kultur in nächster Nähe gefehlt hat“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der Präsentation in St. Pölten.

Die Deklaration bildet die Grundbasis regionalen kulturellen Wirkens. „Die neue Deklaration ist ein Leitfaden für die Arbeit von 100.000 Engagierten im Kulturbereich und soll auch für die Kulturinteressierten das Grundverständnis der Regionalkultur darlegen“, so Martin Lammerhuber, Geschäftsführer der Kultur.Region.Niederösterreich. Die neue Deklaration dient auch als Anerkennung und Ansporn für die vielen ehrenamtlichen Kulturschaffenden. „Durch ihren persönlichen Beitrag leisten Niederösterreichs Freiwillige und Ehrenamtliche im Kultur- und Bildungsbereich einen unverzichtbaren Beitrag für das Gemeinwohl – dafür möchte ich allen meinen herzlichsten Dank aussprechen, dass sie durchgehalten haben und jetzt wieder mit Freude und Elan Kultur in unsere Regionen tragen“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Regionalkultur ist in allen 573 Gemeinden des Landes spürbar, getragen u. a. von den Musikschulen, Chören, Museen, Kulturinitiativen, Volkstanz, Blasmusik und den Bildungswerken. Sie tragen enormes zur Lebendigkeit der Regionen und Gemeinden bei. Stellvertretend für alle Bürgermeister zeigten die jüngsten Bürgermeister Niederösterreichs Bernadette Geieregger, Kaltenleutgeben, Stefan Klammer, Neidling, und Manuel Zusag, Lichtenwörth ihre Unterstützung für die Deklaration: „Die Lebendigkeit im Ort ist dank der vielen Vereine und Kulturschaffenden endlich wieder spürbar. Gut, dass die Grundwerte nun auch in verschriftlichter Form uns begleiten, denn Regionalkultur bedeutet Zukunft.“

Regionalkultur: Seit 75 Jahren fest in den Bildungswerken verwurzelt

Vor 75 Jahren wurde das Bildungswerk Niederösterreich als NÖ Heimatwerk gegründet, um in einem vom Zweiten Weltkrieg geprägten Land ein neues Landesbewusstsein zu entwickeln und einen kritischen Umgang mit dem Geschehenen zu etablieren. Schon bald änderte sich der bildungspolitische Auftrag hin zu einer breiten Themenpalette der allgemeinen Erwachsenenbildung. Wenngleich sich die Schwerpunkte über die Jahrzehnte immer wieder anders ausrichteten, so zieht sich eines durch die 75-jährige Geschichte des Bildungswerkes: die Orientierung am Gemeinwesen und damit ihr Beitrag zur Lebensqualität in der Gemeinde.

Bildungswerke als Seismograf für gesellschaftsrelevante Themen

Die örtlichen Bildungswerke fungieren in ihrer Arbeit als Seismograf für gesellschaftliche „Schwingungen“. Sie nehmen gesellschaftsrelevante Themen auf und setzen gezielt Bildungsangebote, mit denen die Menschen vor Ort ihre Handlungsspielräume erweitern können. Angebote zur Förderung der geistigen und körperlichen Gesundheit und Angebote für das Erleben der eigenen Kreativität und Gestaltungsfreude sind Beispiele für Impulse, wie die Bildungswerke die Menschen in ihrem alltäglichen Tun unterstützen. Mit Angeboten zum Umwelt- und Klimaschutz und zur Demokratieentwicklung zeigen die Bildungswerke, dass im Mikrokosmos der Gemeinde auch nach Antworten auf globale Fragen gesucht werden kann. 

Mutmacher in Zeiten der Krise

Die Bildungswerke haben seit jeher gezeigt, dass sie mit ihren Angeboten in der Gemeinde Räume für Begegnung und Austausch ermöglichen. Damit leisten sie einen Beitrag zur Bildungs- und Kulturarbeit in Niederösterreich, die in der Corona-Zeit besonders gefehlt hat. Die Krise hat aber auch deutlich gemacht, dass sie von den Bildungswerken als Chance für Entwicklung und Lernen genutzt wird. Bildungsehrenamt wurde kurzerhand zur Nachbarschaftshilfe, Veranstaltungen vor Ort wurden zu virtuellen Erzählcafés vom Wohnzimmer aus und gemeinsam erstellte Werkstücke wurden zum Erinnerungsstück einer schwierigen Zeit. Dadurch fungierten die Bildungswerke als Mutmacher in Zeiten der Krise, die zeigten, dass sich Bildung und Kultur auch unter geänderten Rahmenbedingungen (er)leben lässt.

 

Zur Deklaration 

Im Bild: Ehrenamtliche Kulturschaffende präsentieren mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die Deklaration zur Bedeutung der Regionalkultur: Walter Pernikl (Kultur und Tourismus, Traisental), Marina Scheutz (Vereinsmeierei Pressbaum), Leopoldine Salzer (Leiterin Musikschule Alpenvorland), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Christa Fleschitz (BhW Maissau), Alexandra Rieder (Michelstettner Schule)

(c) NLK/Filzwieser

Johanna Mikl-Leitner und Ehrenamtliche zeigen die Deklaration für Regionalkultur.

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