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Nachgefragt: Supervision online – wie geht das?

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Seit März haben wir uns schon gut daran gewöhnt, dass viele Veranstaltungen in die digitale Welt wandern: Wir haben Online-Konferenzen und Teamsitzungen erlebt, Vorträge und Weiterbildungen, Buchvorstellungen und sogar Tanzkurse. Wie ist es aber mit persönlicheren Themen, wie Fragen, die sich im Beratungsprozess stellen? Kann man auch online in Supervision gehen?

Das Team der Bildungsberatung kann diese Frage schon länger bejahen als es Covid-19 gibt, denn das österreichweite Projekt der Online-Bildungsberatung führt seit 2015 immer wieder Online-Supervisionen durch. Und das klappt gerade bei der Besprechung von Online-Beratungsfällen sehr gut. Ein Grundprinzip dabei ist die Anonymisierung von persönlichen Daten. Denn den Beraterinnen geht es um Inhalte und Problemstellungen aus den Beratungsanfragen. Im gemeinsamen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen können diese professionell besprochen werden und so Verbesserungsvorschläge entwickelt werden, wie die Beratungsqualität stetig gesteigert werden kann.

Gemeinsam auf einen Beratungsinhalt schauen

Ein Vorteil der Online-Supervision ist das unkomplizierte Teilen von Online-Inhalten. Per Bildschirmfreigabe in Zoom können die anonymisierten Beratungschats eingeblendet und für alle Teilnehmenden lesbar gemacht werden.

Gruppengröße bis 10 Personen empfehlenswert

Kleine Runden von maximal zehn Personen haben sich bislang gut bewährt, und natürlich auch der Einsatz von Online-Tools. Dabei gibt es vielerlei Möglichkeiten, eine Supervision auch online interaktiv zu gestalten, etwa ein Online-Whiteboard wie es auf http://scrumblr.ca/ zu finden ist, ein edupad, auf dem alle Personen, die den Link haben, gleichzeitig schreiben können, oder Live-Abstimmungen, beispielsweise über Mentimeter. In einer Sitzung fand ein Supervisor sogar das passende Lied für die Fragestellung der Kollegin auf YouTube, und wir konnten einige Minuten der Künstlerin lauschen – das geht online sicherlich sogar schneller als vor Ort.

Digitale Methodenkompetenz

Die eigentlich wichtigste Voraussetzung für eine gelungene Online-Supervision aber ist, dass der Supervisor oder die Supervisorin gute Kenntnisse des verwendeten Programms hat, etwa rasch in Zoom eine Person stumm schalten kann, die vergessen hat ihr Mikro abzudrehen und einen Anruf entgegennimmt, oder kompetent den eigenen Bildschirm freigeben kann, ohne Inhalte preiszugeben, die nicht für alle Teilnehmenden bestimmt sind.

Unser Fazit: Ein guter Supervisor oder eine gute Supervisorin ist für ein Team, das sich kontinuierlich verbessern und an sich arbeiten möchte, unersetzlich – wenn er oder sie auch noch in der Onlinewelt zuhause ist, können Fallbesprechungen auch im home office bestens funktionieren.

(c) tinyakov - AdobeStock.com

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