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Empowerment – Gleichstellung von Mann und Frau in der Familie

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Lange geplant und dann doch ganz anders: Das Projekt Bee_com[e] des Bildungswerks Niederösterreich und der Diakonie rückte das Thema des Selbstwerts über das Empowerment durch die Gleichstellung von Mann und Frau in der Familie in den Mittelpunkt. Normalerweise findet so etwas im Seminarraumkontext statt, wir stellen uns einen Sesselkreis und inspirierende Gespräche vor.

Anders als geplant musste das dann aber aufgrund der derzeitigen Einschränkungen zur Minimierung des Ansteckungsrisikos mit Covid-19 durchgeführt werden. Glücklicherweise sind die Kursteilnehmerinnen, die noch bis vor Kurzem PC-Anfängerinnen waren, durch die intensive Begleitung mittlerweile zu versierten Webinar-Benutzerinnen geworden. Und so ist überraschend, aber nicht mehr verwunderlich, dass die Teilnehmerinnen auch das Thema des Empowerments im Webinar abhandelten.


Umfrage

Im Vorfeld gab es dazu bereits eine Umfrage in allen Familien, vorbereitet von Valentina Hager. Sie sensibilisierte Familienmitglieder und machte den Teilnehmerinnen bewusst, dass wir noch immer nicht ganz zeitgemäße Vorstellungen von Männer- und Frauenarbeit haben. Sehr wohl sind aber alle Teilnehmerinnen bereits zeitgemäße Schritte in der Erziehung ihrer Kinder gegangen. Buben und Mädchen, Männer und Frauen dürfen die Arbeiten machen, die sie interessieren und sind nicht mehr an Vorstellungen gebunden, wie: „Die Buben reparieren die Fahrräder und die Mädchen kochen.“

Die Bereitschaft Tätigkeiten nachzugehen, liegt aber nicht nur in der Geschlechterzugehörigkeit, sondern auch am Charakter und der Persönlichkeit der Menschen. So kann es vorkommen, dass Buben sehr gerne bei allen anfallenden Arbeiten im Haushalt mithelfen und Mädchen weder Interesse an Autos noch am Kochen haben und ausgefeilte Strategien entwickeln, sich der Mitarbeit zu entziehen.

Sehr gefreut hat alle, dass auch der zeitgemäße Partner sich partnerschaftlich an allen Hausarbeiten beteiligt oder zumindest für einen entsprechenden Ausgleich sorgt.

Da wo noch Spielraum besteht, wird er sicher genutzt werden.
das Fazit aller Teilnehmerinnen:  Wir brauchen Zutrauen in unsere Lieben und Geduld.


Aus Kursteilnehmerinnen werden Webinar-Moderatorinnen

Aufbauend auf die Umfrage wechselten Lilly Stojkovic, Valentina Hager und Shirin Gharbi in die Rolle der Webinar-Moderatorinnen. Sara Scheiflinger von der Diakonie Eine Welt Akademie unterstütze sie dabei professionell.

Dem Frauenförder-Projekt Bee_com[e] gelang damit Vorbildliches: Die Teilnehmerinnen konnten bisherige Wissenslücken schließen und sich darüber hinaus neue Fertigkeiten und Kompetenzen aneignen.


Bee_com[e] – nächstes Modul startet im Herbst

Das Projekt Bee_com[e] richtet sich an Frauen mit Bedarf an Basisbildung in den vier Kulturtechniken: Lesen, Schreiben, Rechnen und Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT).

Der gemeinwesenorientierte Ansatz bezieht das soziale Umfeld und die räumliche Umgebung, in der Bildungsarbeit stattfindet, mit ein. Bereits vorhandene Kompetenzen der Teilnehmerinnen werden gestärkt und ausgebaut. Neue Lerninhalte, gehirngerechte Lernmethoden, vertraute und neue Lernorte eröffnen den Weg zur gesellschaftlichen Teilhabe.

Voraussichtlich im Herbst startet das nächste Modul.

Weitere Informationen:
Mag.a (FH) Brigitte Schönsleben Thiery
Tel. 02742-311337-122
brigitte.schoensleben-thiery(at)bhw-n.eu

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