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BhW Röhrenbach

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Die Bildungswerke in Niederösterreich begleiten Generationen und sind in vielen Gemeinden Wegweiser.
In dieser Serie stellen wir Perspektiven und Ideen junger Bildungsehrenamtlicher vor.

Heute sprechen wir mit Verena Amon, Bildungsgemeinderätin und Bildungswerkleiterin in Röhrenbach, Bezirk Horn.

Verena, du bist Bildungsgemeinderätin, Volksschullehrerin und leitest seit 2016 das BhW Röhrenbach.
Mit welchen Veranstaltungsformaten und Ideen gelingt es dir, Menschen unterschiedlichen Alters zum Besuch einer Bildungsveranstaltung zu bewegen?

Unsere Besonderheit in Röhrenbach liegt darin, dass wir das Bildungsprogramm des BhW und der Gesunden Gemeinde gemeinsam mit interessierten Gemeindebewohnerinnen und -bewohnern ausarbeiten. Durch die Kooperation des BhW und der Gesunden Gemeinde können wir Synergien sehr gut nützen und es wird ein größeres Zielpublikum dadurch angesprochen. Die Einbindung der Bevölkerung und die Ausarbeitung in der Gruppe bringen neue, kreative Ideen, auf die eine einzelne Person oftmals gar nicht käme. Weiters hat dies den Vorteil, dass gleich abgeklärt werden kann, ob Interesse an einem Thema besteht oder nicht.

Wir haben vor zwei Jahren in unserer Gemeinde Dorfspiele ins Leben gerufen. Bei Geschicklichkeits- und Wissensaufgaben können sich die Gruppen unter Beweis stellen und mit anderen messen. Der Spaß und die Gaude, etwas Neues auszuprobieren stehen dabei im Vordergrund und ganz nebenbei werden Sachen „im Tun gelernt“, an die man vorher noch nicht einmal gedacht hat. Bildung muss nicht immer nur ein Vortrag oder ein Seminar sein. Für mich ist alles, wo ich etwas Neues ausprobiere und über den gewohnten Tellerrand blicke, eine Art der Weiterbildung.

In Kooperation mit der LEADER-Region Kamptal und der Gemeinde Pölla hat Röhrenbach das Projekt „NachbarschaftsHILFE PLUS“ gestartet. Du warst an Aufbau und Gründung ehrenamtlich beteiligt: Worum geht es bei diesem Projekt genau?

Wie der Name „Nachbarschaftshilfe“ schon sagt, wird hier Menschen, welche Hilfe benötigen, unbürokratisch geholfen. Freiwillige übernehmen alltägliche Aufgaben, wie Einkaufsdienste oder stellen sich für Fahr- oder Besuchsdienste zur Verfügung, damit Gemeinschaft und Mobilität am Land auch für ältere Menschen möglich ist. Dadurch kann die Lebensqualität deutlich verbessert werden und es ist möglich, auch noch im hohen Alter am Gesellschaftsleben teilzuhaben.

Dieses Projekt läuft nun ein Jahr und es freut uns, dass wir bereits zwei weitere Gemeinden, Lichtenau und Rastenfeld, dazugewinnen konnten.

Die Kooperation mit der LEADER-Region Kamptal ermöglichte den Aufbau einer nachhaltig wirksamen Struktur. So konnten Mitarbeiter/innen für die Vermittlung der Dienste angestellt und für die Freiwilligen unterstützende Rahmenbedingungen geschaffen werden.

„Zeit haben“ und „Motivation, sich Zeit zu nehmen“ sind immer wieder Themen im Spannungsfeld zwischen Familie, Beruf und ehrenamtlichem Engagement. Du hast im März am Workshop und beim Live-Hörspiel „(K)EINE Zeit fürs Ehrenamt“ in Horn teilgenommen. Wie schaffst du es persönlich, dir in deinem reichlich gefüllten Alltag Zeit fürs Ehrenamt zu nehmen?

Für mich gehört das Ehrenamt schon seit meinen Jugendtagen zum Alltag. Dazugekommen bin ich durch die Landjugend, nun bin ich als Bildungsgemeinderätin für das BhW und die Gesunde Gemeinde in Röhrenbach zuständig. Es macht mir große Freude, gemeinsam mit Menschen zu arbeiten, anderen dadurch Freude zu bereiten und das Programm einer Gemeinde aktiv mitgestalten zu können. Das ist meine Motivation und deshalb nehme ich mir die Zeit dafür auch gerne.

 

BhW Wordrap Bildung:

Aus diesem Buch habe ich etwas gelernt:
„Höre, was ich nicht sage“ von Jörg Müller.

Dieses Sprichwort aus meiner Kindheit hat mich begleitet:
Alle sagten: „Das geht nicht!“ Dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach gemacht.

Bildung schmeckt für mich:
fruchtig-süß 

Blick in die Zukunft: 
Bildung in Röhrenbach ist …. abwechslungsreich und punktgenau, denn das Programm entsteht gemeinsam mit interessierten Gemeindebewohnerinnen
und Gemeindebewohnern.


Danke für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

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