Springe direkt zu:

Drucklogo Bildungs- und Heimatwerk NÖ
Banner Bildungs- und Heimatwerk NÖ: Wir fördern Lernkultur - Lebensnah - Lokal - Landesweit - Leidenschaftlich

Brotkrümelnavigation:

BhW Bezirk Gmünd

Hauptinhalt:

Die Bildungswerke in Niederösterreich begleiten Generationen und sind in vielen Gemeinden und Regionen Wegweiser.

Heute sprechen wir mit Anton Stöger, BhW Bezirksvorsitzender im Bezirk Gmünd.
Reich an Jahren, Wissen, Erfahrung und mit ungebremster jugendlicher Neugier gestaltet er die Erwachsenenbildung in Niederösterreich nachhaltig mit.

Anton, du bist heuer jugendliche 80 Jahre geworden. Du bist technisch immer am neuesten Stand und neuen Kommunikationstechnologien gegenüber bemerkenswert aufgeschlossen: Stichwort BhW Webinar. Du warst nach der Ausschreibung der Erste, der sich angemeldet hat. Für wie wichtig hältst du es, in der Erwachsenenbildung auf neue Entwicklungen einzugehen, Neues zu probieren?

Wer nicht mit der Zeit geht, wird bald ins Hintertreffen geraten und sich einen Wettbewerbsnachteil einhandeln. Gewisse Dinge des täglichen Lebens werden ohne neue Technologien nicht mehr zu bewerkstelligen sein. Und darauf zu warten, bis die Enkerln Zeit finden einem aus der Patsche zu helfen, kann auch nicht die Lösung sein. So wie wir einst Lesen und Schreiben gelernt haben, lernen wir heute mit WhatsApp und Facebook etc. umzugehen. Ob man das mag oder nicht – es ist eben heute die Art zu kommunizieren. Wer da nicht mitschwimmt, begibt sich in Gefahr, Teile des heutigen Lebens nicht mit zu bekommen – und schlimmstenfalls zu vereinsamen.

Heimatgeschichte ist ein großes Hobby von dir. Du betreust inhaltlich eine landesweite Kleindenkmälerdatenbank, bist mit vielen Menschen in ständigem Austausch über historische Belange. Gleichzeitig hast du großes Interesse an Zukunftstechnologien, z.B. Hybridantrieb. Wie bereichernd ist für dich persönlich der Brückenschlag zwischen Geschichte und Zukunft? Ist „altes Wissen“ und „neues Denken“ das Geheimnis deines Jungbleibens?

Der altbekannte Spruch, „wer seine Vergangenheit nicht kennt, hat keine Zukunft“, ist zwar abgedroschen, aber durchaus aktuell. Zwar hat der Mensch noch nie aus der Geschichte gelernt, aber es ist doch interessant zu beobachten wie Menschen, die plötzlich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert werden, dafür höchstes Interesse zeigen. Dies habe ich erfahren, als ich mit der Herausgabe des Heimatbuches über das Dorf Hollenstein, in dem ich jetzt lebe, seinen Bewohner/innen ihre und die Geschichte ihrer Vorfahren vor Augen führte. Auch die Datenbank www.marterl.at, die ich im Auftrag der KULTUR.REGION.NIEDERÖSTERREICH leiten darf, öffnet mir ein Fenster zu unzähligen Gleichgesinnten, mit denen es ein großes Vergnügen ist gleiche Interessen zu teilen. Und neue Technologien haben mich als gelernten Techniker immer schon interessiert. Vom Pager über die ersten Handys bis zum Tablet und vom Puch Moped bis zum SUV mit Hybridantrieb wollte ich immer am letzten Stand der Technik sein.

Seit 2015 bist du Bezirksvorsitzender in Gmünd und seither unermüdlich im und für das BhW Niederösterreich und seine Themen unterwegs.
Dabei schaffst du es, immer wieder neue Menschen anzusprechen und für die Bildungsarbeit zu begeistern. Aufgrund deines Wohnorts bedingt das oft weite Anreisen. Unter uns gefragt: Warum tust du dir das an?

Zwei Gründe sind es, die mich bewegen, ehrenamtliche Tätigkeiten auszuüben:

Erstens habe ich das Glück gehabt Zeit meines Lebens in einem schönen, friedlichen Land leben zu dürfen und darüber hinaus als zuerst Bediensteter und später Pensionist der Österreichischen Bundesbahnen zwar keine Reichtümer erwirtschaftet zu haben, aber doch in sozialer Sicherheit in die Zukunft schauen zu können. Diese Zufriedenheit hat mich dazu bewogen, diesem Land und seinen Menschen etwas zurück zu geben. Und so habe ich mich schon früh in Vereinen engagiert und darf heute noch wichtige Funktionen im kulturellen Leben unseres Landes ausüben.

Und zweitens ist es für mich ein Bedürfnis mit anderen Menschen zu kommunizieren. Sie kennen zu lernen und sich mit ihnen auszutauschen.


BhW Wordrap Bildung:

Dieses Sprichwort aus meiner Kindheit hat mich begleitet:
„Sag niemals: Das kann ich nicht.“

Bildung schmeckt für mich wie das Salz in der Suppe.

Blick in die Zukunft:
Erwachsenenbildung soll…  auch die ältere Generation auf den Weg der Digitalisierung mitnehmen, da diese immer mehr in unser Alltagsleben eingreift.

Nochmals alles Gute zum Geburtstag und vielen Dank für dein Engagement und das Gespräch.

Social Media Teilen-Buttons

Kultur Niederösterreich