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Das Engagement der Mitarbeiter/innen bringt die Erwachsenenbildung durch die Corona-Krise

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So lautet eine Haupterkenntnis der Jahrestagung des Forum Erwachsenenbildung Niederösterreich (FEN), die am 8. Oktober im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten stattfand.
In der gut besuchten Veranstaltung wies der Vorsitzende des FEN, Bundesrat Karl Bader, einleitend auf die Zerbrechlichkeit unserer Gesellschaft hin, die Corona aufgezeigt hat. Bei allen individuellen Bedürfnissen zeigt sich die Notwendigkeit wieder zu einem „Wir“ zu kommen um derartige Herausforderungen zu meistern. Dazu kann die Erwachsenenbildung einen wichtigen Beitrag leisten.
Landesrat Ludwig Schleritzko unterstrich in seiner Grußbotschaft die unterstützende Kraft der Erwachsenenbildung für die Menschen in Niederösterreich gerade während der Pandemie und dankte den Mitarbeiter/innen der Erwachsenenbildung für Ihr Engagement. Moderiert und begleitet wurde die Tagung von Klaus Thien vom Österreichischen Institut für Erwachsenenbildung.

In seinem essayistischen Eröffnungsreferat erinnerte Alexander Sladek von der Werbeakademie des WIFI-Wien an die zahlreichen Änderungen in unserer Lebensführung, die uns die Corona-Krise, aufgenötigt hat. „Manches davon ist gekommen um zu bleiben“, so Sladek in seinem Resümee.
Karin Gugitscher vom Österreichischen Institut für Berufsbildungsforschung präsentierte die Ergebnisse einer empirischen Erhebung zu den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie in Österreichs Erwachsenenbildung: Neben der oben angeführten Aussage zur Bedeutung des Engagements der Mitarbeiter/innen zeigt sich die ökonomische Betroffenheit für die Branche, der Bedeutungsgewinn digitaler Tools in der alltäglichen Bildungsarbeit aber auch die Schwierigkeit benachteiligte Gruppen ausreichend zu berücksichtigen.

In Ihren Erfahrungsberichten für die Zeit der Pandemie zeigten Andreas Hartl (WIFI), Michael Jonach (bfi) und Johann Schlögelhofer (LFI), dass die Krise in der beruflichen Weiterbildung sehr gut bewältigt wurde. Unterschiedlichste Online-Formate und Home-Office haben sich während Corona bewährt.
Ursula Liebmann (Treffpunkt Bibliothek), Hubert Petrasch (KBW) und Therese Reinel (BhW) hoben die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit für die allgemeine Erwachsenenbildung hervor. Die Pandemie hat allerdings erhebliche Schwierigkeiten mit sich gebracht Ehrenamtliche zu erreichen und zu motivieren. Dementsprechend gab es stärkere Einbrüche bei Veranstaltungen und Teilnahmen als in der beruflichen Weiterbildung.

Zusätzliche finanzielle Mittel sind erforderlich um weiterhin gute Rahmenbedingungen für die Erwachsenenbildung in Niederösterreich zu schaffen. Die Fragen, die die Verbände derzeit am meisten beschäftigen: Wann kommen die Menschen wieder zu den vielen angebotenen Präsenzveranstaltungen? Und: Wie können wir auch in Zukunft online-Formate und Veranstaltungen vor Ort gut verbinden?

FEN Jahrestagung 2021 / St. Pölten – der FEN Vorstand mit den Referent/innen - © FEN/Schönsleben

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