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Bildung mit Tradition und Weitblick

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Der Leuchtturm der Erwachsenenbildung in Niederösterreich hat im 76. Jahr seines Bestehens nichts von seiner Leuchtkraft eingebüßt: Im Gegenteil ist das Bildungs- und Heimatwerk NÖ als flächendeckendste und vielfältigste Bildungseinrichtung der allgemeinen Erwachsenenbildung des Bundeslandes am Puls der Zeit und aktiv auf die Gegenwart ausgerichtet. Als Trägerverein von 297 Bildungswerken hat der BHW-Verein 548 Mitglieder, die zur blau-gelben Bildungslandschaft beitragen. Sie sind lokale Förderer/innen einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft und Ermöglicher/innen lebenslangen Lernens.

„In 75 Jahren hat der Verein BHW viel erreicht. Mit den ehrenamtlich geführten Bildungswerken und ihren vielfältigen Angeboten ist das BHW eine verlässliche und gewissenhafte Partnerin des Landes, wenn es um die Erhöhung der Bildungsstandards und die Förderung gesellschaftlicher Entwicklung geht. Denn genau das ist in einer Zeit wie dieser notwendig. Durch die Auseinandersetzung nach der Schullaufbahn mit Politik, Geschichte, mit Natur und Medienwelt gelingt ein Bewusstseinswandel hin zu mehr Fürsorge für sich selbst, aber auch für die Umwelt und hin zu nachhaltigem Denken“, wünscht Landesrat Ludwig Schleritzko dem BHW ein „gedeihliches Fortbestehen und eine blühende, nachhaltige Entwicklung“.

In etwas mehr als der Hälfte der NÖ Gemeinden wurden 2021 Bildungsangebote gesetzt. Jährlich sind die ehrenamtlichen Bildungswerk-Mitglieder 5.628 Stunden im Einsatz. „Das ist schon ein beachtliches Quäntchen Arbeit für die blau-gelbe Erwachsenenbildung und das verdient auch Dank und Respekt für jedes einzelne BHW-Mitglied, das organisiert, entwirft, plant, aufbaut und bewirbt“, betont BHW-Landesvorsitzende Bettina Rausch. „Jedes einzelne Bildungswerk trägt viel dazu bei, aus dieser

Welt eine bessere zu machen: Die Bildungswerke ermöglichen, sich mit den Themen der Zeit kritisch auseinander zu setzen. Sie fördern die Stärkung von Demokratie und Wissenschaftsverständnis. Sie geben Orientierung in einer Zeit der multiplen Krisen und Belastungen.“

Vom Heimatwerk zum BHW – kurzer Überblick über die Historie

Das BHW wurde 1946 als NÖ Heimatwerk gegründet. Unmittelbar nach dem Krieg sollte es als überparteiliche Dachorganisation für alle Kultur- und Volksbildungsorganisationen sowie Kulturinitiativen in NÖ dienen. Dieser Landesverband zählte zu Beginn 82 Vereinigungen als Mitglieder.

1952 wurden verschiedene Fachausschüsse eingezogen, eine erste Regionalisierung fand statt. 1953 wurde das Heimatwerk in „NÖ Bildungs- und Heimatwerk“ umbenannt – verbunden mit einer Professionalisierung der Arbeitsmethoden für die Bildungsarbeit und der Fortbildung in den Regionen. Die Professionalisierung der Angebote sowie des Dachverbandes schritt weiter voran. Ab 1997 hieß die Dachorganisation „Bildungs- und Heimatwerk Niederösterreich“. Im Dezember 2014 wurde gemeinsam mit der Kultur.Region.Niederösterreich GmbH die Lernkultur Niederösterreich GmbH gegründet. Diese nahm mit Jahresbeginn 2015 ihre operative Tätigkeit auf. Bereits 2015 wurde der Name in BHW Bildungs- und Heimatwerk Niederösterreich GmbH geändert, seit 2017 gilt die Bezeichnung BhW Niederösterreich GmbH.

Die BhW Niederösterreich GmbH bietet in Form der Bildungsberatung und der Basisbildung Bildungs- und Beratungsleistungen für Bildungsinteressierte, Bildungsferne oder Menschen mit Basisbildungsbedarf an. Teil des Kompetenzspektrums sind auch „BhW barrierefrei“ als Beratungsstelle für Gemeinden und Institutionen, eine Beratungsstelle für die NÖ Bildungsgemeinderät/innen sowie das Lesekompetenz-Projekt Zeit Punkt Lesen. Die Vielzahl an Veranstaltungen findet nach wie vor in den Gemeinden statt und wird von Ehrenamtlichen im BHW-Verein organisiert.

Das BHW war seit jeher ein fruchtbarer Boden für neuen Ideen, Versuche und Wege – von Kulturtagungen in allen Bezirken (1946), Autorenabenden im Landhaus und Leopoldifeiern mit dem Leopoldisingen (ab 1954) über eine Initiative für Landeskulturpreise und „Niederösterreichische Heimatstunden“ im Rundfunk (ab 1966) bis hin zu Bemühungen um ein Zentrum für Moderne Kunst (1975) und einer Zentraldatei der Heimatforscher ab 1977. Zudem „mischte“ eine Arbeitsgemeinschaft des BHW bei der Textfindung zur Landeshymne mit – auch wenn letztlich nicht der BHW-Vorschlag, sondern Franz Karl Ginzkeys Heimatliedtext ausgewählt wurde.

Waren zu Beginn die Bildungsziele die Förderung eines Landesbewusstseins und die Pflege der Volksbildung, der Traditionen und Bräuche sowie die Kulturarbeit, wurden bereits 1949 als Arbeitsziele auch die „Erziehung zur Demokratie als Lebensform“ sowie die mediale Erziehung angeführt. 1955 wurde das Programm dezidiert in Richtung „Allgemeine Erwachsenenbildung“ angelegt. Bereits 1970 bildete übrigens – als weitere Parallele zur Gegenwart – der Naturschutz einen Arbeitsschwerpunkt.

„Die Themen unserer Zeit sind vielfältig und oft auch herausfordernd. Umso mehr braucht es Bildungsangebote, die für Orientierung sorgen und die Selbstwirksamkeit direkt vor Ort aktivieren“, ist BHW-Landesvorsitzende Bettina Rausch überzeugt und stellt in Aussicht: „Dazu wollen und werden wir auch in den nächsten Jahrzehnten beitragen."

BHW in Zahlen

Der BHW-Verein fasst heute 297 Bildungswerke mit 548 Ehrenamtlichen. Jährlich werden 5.628 ehrenamtliche Stunden für 500 Bildungsveranstaltungen (seit der Corona-Pandemie, davor waren es in etwa doppelt so viele) aufgewendet. Damit erreichen die Bildungswerke jährlich 11.530 Teilnehmende. 2021 wurden Bildungsangebote in 276 Gemeinden umgesetzt. Die Angebote gliedern sich in die Kategorien Gesellschaft & Kultur, Leben & Gesundheit, Teilhabe & Inklusion, IT & Digitales, Natur & Umwelt.

Landesrat Ludwig Schleritzko und BHW Landesvorsitzende Bettina Rausch

© Franz Gleiß

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