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Bildung als gemeinsames Ziel in Niederösterreich

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„Bildung kann nur gemeinsam gelingen“, ist Landesrat Ludwig Schleritzko überzeugt. „Denn Bildung geht uns alle an. Sie hilft, eine Welt mitzugestalten, die komplex geworden ist. Um sie zu verstehen und stets am Puls der Entwicklungen sein zu können, sollten wir das lebenslange Lernen als Chance begreifen. Einen großen Beitrag liefert die Erwachsenenbildung in Niederösterreichs Gemeinden. Die Bildungsgemeinderätinnen und -gemeinderäte gestalten die blau-gelbe Bildungslandschaft mit. Wenn sie darin unterstützt werden, gut zu arbeiten, rückt das gemeinsame Ziel einer in allen Belangen gebildeten Gesellschaft näher.“

Dass Bildung in den niederösterreichischen Gemeinden passiert, ist nicht nur Sache von Kindergärten und Schulen, dafür legen eben auch Bildungsgemeinderätinnen und -gemeinderäte in allen 573 Gemeinden Niederösterreichs Zeugnis ab (sie sind seit 2013 verpflichtend in jeder Gemeinde zu stellen). Sie engagieren sich vor Ort und gestalten Möglichkeiten mit, wie sich die Bevölkerung auch im Erwachsenenalter bilden kann. Vorträge, Workshops, Veranstaltungen und Aktionen ermöglichen Bildung in allen Facetten, um im Sinne der Bildungsagenda die Frage nach einer menschenwürdigen Zukunft schlüssig beantworten zu können.

Die „Nahversorgerinnen und Nahversorger der Bildung“ orientieren sich an der Bildungsagenda 2030 der UNESCO, die vorschreibt, dass bis 2030 für alle Menschen „inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sichergestellt ist“ und dass Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen gefördert werden. Sie kümmern sich darum, dass mit Bildungsanbieter/innen im Ort Veranstaltungen durchgeführt und Initiativen gesetzt werden können. Unterstützung finden sie dafür von der Servicestelle für NÖ Bildungsgemeinderätinnen und -räte im BhW Niederösterreich.

Konkret auch in Form etwa der Basisbildung, denn: Damit mit Bildung ein nachhaltiger Wandel hin zu einer friedvollen und verantwortlichen Lebensweise gelingt, sind Basiskompetenzen notwendig, die auch erlernt werden können, wenn sie in der Schule nicht erreicht wurden.

Bildung macht’s möglich: Lokale Ideen für globale Lösungen

Die Bildungsagenda ist Teil der 2015 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedeten Globalen Nachhaltigkeitsagenda. Ihre 17 Ziele greift das BhW Niederösterreich in Angeboten, Empfehlungen und Publikationen auf wie etwa in der eigenen Broschüre „Bildungsagenda NÖ“ (Download unter https://bit.ly/3APDEbT, in Papierform anfordern per Mail an bildungsgemeinden(at)bhw-n.eu. Hier wird Bildung als Motor für die Weiterentwicklung, als Standortfaktor, als Motor für Lebensqualität, Vernetzung, Integration und kulturelle Identität skizziert und hier wird auch veranschaulicht, dass Bildung humanistische Grundwerte festigt, die Gemeinschaft und die Chancengleichheit fördert.

„Ganz wichtig ist Bildung auch in einer Entwicklung von Lösungskompetenz: Lokale Ideen können zu globalen Lösungen beitragen. Die Kraft der Gesellschaft, durch Interesse, Verständnis und Engagement positive Veränderungen herbeizuführen, darf nicht unterschätzt werden“, betont BhW-Geschäftsführerin Therese Reinel. „Dem lebenslangen Lernen in der Erwachsenenbildung kann vor diesem Hintergrund nicht genug Bedeutung zukommen. Bildung ist nachhaltig, Lernen ist nachhaltig. Gerade angesichts der Herausforderungen unserer Zeit ist es unumgänglich, demokratische Werte zu schützen, indem wir globale Zusammenhänge besser verstehen lernen.“

Kultur.Region.Niederösterreich-Geschäftsführer Martin Lammerhuber erkennt die Verwurzelung dieser Ziele und Initiativen im regionalen Boden: „Bildungsgemeinderätinnen und -Gemeinderäte gestalteten in ihren Gemeinden die Bildungslandschaft mit. Bildung ist Regionalkultur und schafft Identität. Sie verbessert die Lebensqualität und zeigt Auswege aus Isolation und Rückzug. Wir müssen uns bei all unserem Tun immer die Frage stellen, wie wir die Menschen erreichen können, wie wir ihnen Perspektiven bieten können. Im Bildungsbereich geschieht das bereits.“

Beispiele für Bildungsinitiativen aus den NÖ Gemeinden:

In Gaweinstal wurde ein Zukunftsforum eingerichtet, das die aktuellen Megatrends beleuchtet. Zwei Mal jährlich werden diese in Form von Vorträgen aufbereitet. In verschiedenen Gemeinden wurden Smartphonekurse für Senior/innen abgehalten, um auch älteren Generationen einen niederschwelligen Zugang zu den digitalen Medien zu verschaffen, die den Alltag beherrschen. Hierfür hat das BhW Niederösterreich eine eigene Smartphone-Mappe erstellt. Beim Familientag in Atzenbrugg fand ein Lesenachmittag statt. In Michelhausen unterstützt die BhW-Servicestelle für NÖ Bildungsgemeinderätinnen und -gemeinderäte den Wunsch, Gemeindezuzügler/innen ins Vereinsleben zu integrieren.

Bei dem diesjährigen Regionaltreffen kommen die Bildungsgemeinderäte/innen am 6. Oktober, 18.30 Uhr, online zusammen, um sich strategisch auszutauschen und sich über neue Herangehensweisen an ihre wichtige Arbeit in den Gemeinden zu informieren.

Mehr zur Servicestelle: www.bildungsgemeinden-noe.at

Gruppenbild

vlnr. Kultur.Region.Niederösterreich-Geschäftsführer Martin Lammerhuber, BhW-Geschäftsführerin Therese Reinel und Landesrat Ludwig Schleritzko - Fotos: © Josef Bollwein

Landesrat Ludwig Schleritzko spricht in ein gelbes Mikrofon
BhW-Geschäftsführerin Therese Reinel hat das Wort und spricht ebenfalls in das gelbe Mikrofon.
Kultur.Region.Niederösterreich-Geschäftsführer Martin Lammerhuber, BhW-Geschäftsführerin Therese Reinel und Landesrat Ludwig Schleritzko schauen interessiert in die "Bildungsagenda-Broschüre".
Kultur.Region.Niederösterreich-Geschäftsführer Martin Lammerhuber gestikuliert und spricht.
Kultur.Region.Niederösterreich-Geschäftsführer Martin Lammerhuber, Landesrat Ludwig Schleritzko und BhW-Geschäftsführerin Therese Reinel stehen hinter weißen Stehtischen. Am mittleren Stehtisch ist gelbes Mikrofon aufgebaut. Landesrat Ludwig Schleritzko spricht zu den Journalisten.

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