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Arbeitskreis Induktiv Hören

Das Hilfsmittel für hörbeeinträchtigte Menschen, die entweder ein Hörgerät oder ein Cochlea-Implantat tragen, sind die so genannten induktiven Höranlagen. Das sind Anlagen, die – vereinfacht gesprochen – Worte, die in ein Mikrofon gesprochen werden, direkt in die Hörgeräte oder das Implantat der NutzerInnen übertragen. Damit werden störende Nebengeräusche ausgeblendet und den betroffenen Personen das Verstehen enorm erleichtert. 

Der Praxistest zeigt Probleme auf

Wie wir in unserer praktischen Arbeit festgestellt haben, fehlt den Hörgeräten und Implantaten allerdings häufig die entsprechende Software, um die induktiven Anlagen nutzen zu können. Diese Software wird aus verschiedenen Gründen von den AkustikerInnen häufig nicht aktiviert bzw. ist es in ganz kleinen Hörgeräten aus Platzgründen nicht möglich, die benötigte T-Spule einzubauen. 

Im Arbeitskreis Induktiv Hören, den wir aus diesem Anlassfall heraus im Jänner 2017 gegründet haben, möchten wir mit einer groß angelegten Informationskampagne diesem Umstand entgegenwirken! 

Unser Angebot für Sie

Wir kommen mit einer mobilen induktiven Höranlage zu Ihnen vor Ort. Mit dabei ein Akustiker, der für alle interessierten Personen vor Ort austestet, ob die Hörgeräte mit der Anlage „kommunizieren“ können. Wenn die Kommunikation nicht funktioniert, wird ausgetestet, warum sie nicht funktioniert. 

Der Nutzen

  • Alle Personen, die sich diesem Test unterziehen, bekommen am Ende punktgenaue und konkrete Anweisungen, was sie tun müssen, wenn sie in Zukunft die Vorzüge einer induktiven Höranlage nutzen möchten. 
  • Sie als Veranstalter sehen in der Praxis, wie die induktive Höranlage funktioniert und bekommen einen Eindruck, wie viele Menschen in Ihrem Umfeld auf diese Anlage angewiesen sind. Diese Erfahrung stellt eine grundlegende Entscheidungshilfe für die Frage, ob Sie eine solche Anlage einbauen lassen möchten, dar. 

Kosten dieses Services erfahren Sie auf Anfrage. Bitte nehmen Sie dazu einfach Kontakt mit uns auf. 

Dankeschön an den ehemaligen Behindertenanwalt Dr. Erwin Buchinger

Mit Ende März 2017 ist Bundes-Behindertenanwalt Dr. Erwin Buchinger aus privaten Gründen aus seiner Funktion ausgeschieden. Seit 2006 hatte er diese wichtige Position inne und seit 2005 hat auch das BhW zum Thema Barrierefreiheit einen Schwerpunkt in der Erwachsenenbildung in Niederösterreich gesetzt.

Experte und Wegbegleiter für das BhW beim Thema Barrierefreiheit

Speziell im Bereich „Gesetz und Recht“ stellte sich Dr. Buchinger in der Zusammenarbeit mit dem BhW in den Dienst der Sache und konnte zahlreichen Workshop-TeilnehmerInnen Klarheit verschaffen und einigen bei persönlichen Anliegen weiterhelfen. Von 2013 bis inklusive 2016 stand er dem BhW für über 10 Workshops zu diesem Thema zur Verfügung. Vor seinem Abschied besuchte er das BhW in St. Pölten.

 „Das Projekt BEN – barrierefrei des BhW ist wirklich einmalig. Kein anderer Bildungsträger in Österreich hat sich, wie das BhW, über mehr als 10 Jahre systematisch und erfolgreich mit umfassender Barrierefreiheit in den unterschiedlichen Lebensräumen, mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Gemeinden, auseinandergesetzt. Die Wirkung, die BEN in diesen Jahren erzielt hat, kann kaum überschätzt werden. Neben vielen Verbesserungen, etwa nach Gemeindebegehungen, konnte ein dichtes Netzwerk von Betroffenen, ExpertInnen und EntscheidungsträgerInnen geschaffen werden. Ich freue mich sehr, dass ich als Behindertenanwalt an dieser Entwicklung mitarbeiten durfte und wünsche weiterhin viel Erfolg!“ bedankt sich Dr. Buchinger für die jahrelange Zusammenarbeit bei Mag. Eva-Maria Speta und Projektleiter Ing. Alfred Luger. Dieser ergänzt: „Wir wissen alle nicht, wie unser Leben vielleicht Morgen schon neu zu gestalten ist. Umso wichtiger ist es, schon heute bei jedem Um- und Neubau den aktuellen Stand der Technik zu berücksichtigen“

Ungebremstes Engagement bis zum Schluss

BhW-Kollegin Elke Indinger wurde 2016 nach einem Motoradunfall ein Unterschenkel amputiert. Sie nutzte die Gelegenheit des Besuchs des Behindertenanwalts im BhW, um mit ihm über die Zeit nach ihrem Unfall und die Barrieren bei Rehabilitation und Behörden zu diskutieren. Viele Punkte wurden als schon bekannt bestätigt: zu wenig Transparenz und Erklärungen bei Entscheidungen, die Ausstellung eines Behindertenpasses dauert viel zu lange und die relevanten Unterschiede zwischen Arbeits- und Freizeitunfall sind nicht mehr zeitgerecht und für betroffene Personen nicht verständlich. 

Die Nachfolge von Dr. Buchinger als Bundes-Behindertenanwalt hat Dr. Hansjörg Hofer übernommen. Der langjährige Beamte des Sozialministeriums im Bereich Behinderten- und Sozialpolitik hat bereits zwei Mal die Aufgaben des Behindertenanwalts stellvertretend  wahrgenommen und ist somit mit den Aufgaben bestens vertraut. Wir freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit!

 

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